Meldung für Beamte und den öffentlichen Dienst in Hamburg: „Freie Wochenenden sind zur Lotterie geworden“; 05/07

„Freie Wochenenden sind zur Lotterie geworden“

Ein breites Bündnis aus Berufsfeuerwehrleuten und ihren Angehörigen, ver.di und Personalrat kämpft gegen das neue Schichtmodell der Hamburger Feuerwehr. Das Dienstmodell, das seit 1. März 2007 in Kraft ist, sieht grundsätzlich keine 24-Stunden-Dienste mehr vor. Die Änderung des Arbeitszeitmodells geht auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs zurück, demzufolge die Tätigkeit der Berufsfeuerwehr in den Anwendungsbereich der europäischen Arbeitszeitrichtlinie fällt.

Die Feuerwehrleute und ihre Angehörigen kritisieren das neue Schichtmodell scharf. Es sei familienfeindlich, gesundheitsschädlich und unsozial. „Der Personalrat der Feuerwehr hat einen Dienstplanentwurf vorgelegt, der den neuen Umständen der  Arbeitszeitverkürzugn auf 48 Stunden nicht nur in rechtlicher, sondern auch in betrieblicher Hinsicht Rechnung trägt, ohne die sozialen Belange der Beschäftigten zu vergessen“, betonte die zuständige ver.di-GewerkschaftssekretärinRenate Götze. Vorläufiger Höhepunkt der Proteste war eine Demonstration Ende April, bei der rund 800 Feuerwehrleute und ihre Familien ihrem Ärger Luft machten.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 05/2007


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