Meldung für Beamte und den öffentlichen Dienst in Hamburg: Drei Modelle und ein Nein; 05/2015

Drei Modelle und ein Nein

Ende April richtete die GEW Hamburg eine länderübergreifende Tagung zu den Perspektiven der LehrerInnen-Arbeitszeit aus. Dabei spielten vor allem die Belastungen in den unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen eine Rolle. Hamburg hat bereits seit 2003 eine Abkehr von der Bemessung in Unterrichtsstunden nach dem Pflichtstundenmodell vollzogen. Stattdessen erfolgt eine faktorisierte Bemessung der Arbeitszeit nach Fächern in Wochenarbeitszeitstunden, in der auch die Funktionsanteile der Lehrertätigkeit berücksichtigt werden sollen. Lebhaft diskutiert wurde das Für und Wider dieser Modelle sowie des Präsenzmodells. Bei diesem wird neben definierten Pflichtunterrichtsstunden eine Präsenzzeit festgelegt. So sollen Tätigkeiten außerhalb des Unterrichts berücksichtigt werden – von Elterngesprächen, über Kollegiumsbesprechungen, besonderen Förderungen, Schulentwicklungsarbeit bis hin zu administrativen Aufgaben. Die GEW-Landesvorsitzende Anja Bensinger-Stolze resümierte, dass eine Rückkehr zum Pflichtstundenmodell nicht automatisch zu einer Reduktion der Belastung der KollegInnen an Hamburgs Schulen führe. Es komme in erster Linie darauf an, dass GEW und Beschäftigte deutlich machten, diese Mehrarbeit und Mehrbelastung nicht mehr hinzunehmen.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2015


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