Meldung für Beamte und den öffentlichen Dienst in Hamburg: Lehrer werben für bessere Arbeitsbedingungen; 05/2012

Lehrer werben für bessere Arbeitsbedingungen

Mit einer Plakatkampagne will die GEW auf die belastenden Arbeitsbedingungen an Hamburgs Schulen aufmerksam machen. „Weit gedacht, kurz gehalten“ steht beispielsweise auf den Abbildungen, die für bessere Arbeitsbedingungen werben. „Die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer ist – von den Stressfaktoren her gesehen – vergleichbar mit der von Feuerwehrleuten und Notärzten“, sagt der GEW-Landesvorsitzende Klaus Bullan. Er fordert Schulsenator Ties Rabe (SPD) auf, deutliche Zeichen zu setzen, „dass er für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen bereit und in der Lage ist“. Die GEW fordert weniger Unterrichtsstunden, der Unterricht soll in der Regel mit zwei Lehrkräften besetzt und mehr pädagogisches Fachpersonal zur Unterstützung eingestellt werden. Wie die GEW bei einer Mitgliederbefragung herausfand, leiden 53,6 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer unter Zeitdruck bei der Arbeit. Besonderen Stress lösen zu wenige Pausen, ständig neue Anforderungen, zahlreiche Konferenzen und immer mehr Korrekturen aus. Als belastend empfanden die Befragten auch aufwendige Elternarbeit. Jeder dritte Lehrer nannte gestiegene pädagogische Herausforderungen als Stressfaktor. „Die Ergebnisse der Umfrage müssen Senator Rabe zu denken geben“, meint Bullan und warnt: „Sollte er bei den Haushaltsverhandlungen den Bildungsbereich unter das Spardiktat stellen, wird es noch enger für die Unterrichtsqualität an Hamburgs Schulen.“

Quelle: Beamten-Magazin 05/2012


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